Zielgruppenanalyse
Ihr habt eine wichtige Botschaft — eine Forschungserkenntnis, ein Förderprogramm, eine Kampagne. Aber wen genau wollt ihr damit erreichen? Und was bewegt diese Menschen wirklich? Wer diese Fragen überspringt, kommuniziert an den eigenen Zielgruppen vorbei: zu allgemein, zu fachlich, zu weit weg von dem, was ankommt.
Eine Zielgruppenanalyse schafft hier Klarheit. Wir finden systematisch heraus, wen ihr erreichen wollt, was diese Gruppen bewegt und wie ihr sie am besten ansprecht — von der ersten Segmentierung bis zu handhabbaren Zielgruppenprofilen. Als Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft kennen wir dabei die Besonderheit eurer Lage: Eure »Zielgruppen« sind keine Käufer:innen, sondern Fördermittelgebende, Fachpublikum, politische Entscheidungsträger:innen, Multiplikator:innen und der wissenschaftliche Nachwuchs.
Der Bedarf ist real. Laut Wissenschaftsbarometer 2025 (Wissenschaft im Dialog) fühlt sich nur noch rund jede vierte Person in Deutschland gut über Wissenschaft informiert — 2023 waren es fast 40 Prozent. Wer diese Lücke schließen will, muss zuerst wissen, mit wem er es zu tun hat.


Für wen eine Zielgruppenanalyse funktioniert
Eine Zielgruppenanalyse lohnt sich immer dann, wenn Kommunikation wirken soll und nicht nur stattfinden. Für Organisationen in Wissenschaft und Gesellschaft heißt das oft: mehrere sehr unterschiedliche Gruppen gleichzeitig erreichen, die selten deckungsgleiche Erwartungen haben.
Typische Ausgangslagen, in denen euch eine Zielgruppenanalyse weiterbringt:
- Ein Forschungsprojekt will seine Ergebnisse über die Fachcommunity hinaus sichtbar machen
- Eine Stiftung oder NGO entwickelt eine Kampagne und muss wissen, wen sie mobilisiert
- Eine Institution plant einen Website- oder Kommunikations-Relaunch und braucht eine belastbare Zielgruppen-Grundlage
Die eigentliche Herausforderung liegt selten darin, überhaupt Zielgruppen zu benennen, sondern in ihrer Widersprüchlichkeit: Fachpublikum erwartet Tiefe, ein breites Publikum will Zugänglichkeit, Fördermittelgebende schauen auf Wirkung. Eine gute Analyse macht diese Spannungen sichtbar, statt sie zu glätten — und liefert die Grundlage für eure Kommunikationsstrategie.
Wie wir eine Zielgruppenanalyse durchführen — Prozess und Methoden
Wir beginnen mit dem, was ihr schon wisst, und schließen die Lücken systematisch. Zuerst segmentieren wir: Welche Gruppen gibt es überhaupt, und welche sind für euer Ziel entscheidend? Dann erheben wir, was diese Gruppen bewegt — über Interviews, Gespräche mit Zielgruppenvertreter:innen und die Auswertung vorhandener Daten. Am Ende verdichten wir die Erkenntnisse zu handhabbaren Zielgruppenprofilen, mit denen ihr im Alltag arbeiten könnt.
Ein bewährter Baustein ist der partizipative Zielgruppen-Workshop, in dem euer Team gemeinsam mit uns die Zielgruppen erarbeitet — das verankert die Ergebnisse direkt in der Organisation. Wie unterschiedlich Zielgruppen-Arbeit aussehen kann, zeigen unsere Projekte: Für das Karlsruher Institut für Technologie haben wir beim Deutschen Motorik-Test drei Zielgruppen mit gegensätzlichen Erwartungen zusammengebracht — Lehrkräfte brauchen belastbare Ergebnisse, Kinder wollen Spaß, Eltern suchen Orientierung (2022–2023). Für die DKB Service entwickelten wir auf Basis von Personas eine Website und einen Imagefilm, die die tatsächlichen Bedürfnisse der Zielgruppe treffen (2021–2022).
Was das Verfahren auszeichnet: Ihr bekommt am Ende nicht nur ein Analyse-Dokument, sondern ein Werkzeug, mit dem ihr künftige Kommunikationsentscheidungen selbst prüfen könnt. Nach unserer Zusammenarbeit könnt ihr eigenständig weitermachen.


Was eine Zielgruppenanalyse für eure Organisation bewirkt
Am Ende wisst ihr, mit wem ihr sprecht — und könnt aufhören, an alle gleichzeitig zu senden. Konkret heißt das: klar beschriebene Zielgruppensegmente, verdichtete Profile mit ihren Bedürfnissen und Kommunikationsgewohnheiten, und eine begründete Priorisierung, welche Gruppen für euer Ziel zuerst zählen.
Der eigentliche Wert liegt im Fokus. Eine belastbare Zielgruppenanalyse verhindert Streuverluste — ihr investiert Zeit und Budget dort, wo sie tatsächlich ankommen. Für das plangesund-Projekt der TU Braunschweig haben wir in Zielgruppen-Workshops die Anforderungen der Praxis erhoben und daraus eine praxisorientierte Wissensplattform entwickelt (2023–2024). Die Analyse speist unmittelbar eure Kernbotschaften und eure Content-Strategie.
Warum NORDSONNE IDENTITY für eure Zielgruppenanalyse
Wir sind ein interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte, das seit über zwei Jahrzehnten für Wissenschaft, Forschung und zivilgesellschaftliche Organisationen arbeitet. Wir übersetzen zwischen Welten — zwischen Fachsprache und Alltagssprache, zwischen Forschung und Öffentlichkeit. Diese Übersetzungsarbeit beginnt beim genauen Verständnis der Zielgruppen, und genau hier liegt unsere Stärke.
Eine Zielgruppenanalyse steht selten allein. Sie hängt daran, wofür eine Organisation steht — und verbindet sich deshalb eng mit eurer Positionierung und, wo nötig, mit der Organisationsberatung. Wissenschaftskommunikation kann in polarisierten Debatten Brücken bauen — aber nur, wenn sie weiß, wen sie erreichen will. Ihr habt Fragen zu eurer Zielgruppenanalyse? Schreibt uns: ni@nordsonne.de
Aktualisiert am 17. Juli 2026