Wissenschaftspublikationen
Ein Forschungsprojekt läuft über Jahre, produziert belastbare Ergebnisse — und dann liegt der Abschlussbericht als PDF auf einem Server, den kaum jemand öffnet. So geht es vielen Vorhaben.
Wissenschaftliche Erkenntnisse entfalten erst dann Wirkung, wenn sie jemand liest, versteht und weitergibt. Genau hier setzen Wissenschaftspublikationen an: Forschungsmagazine, Monitoring-Berichte, Studienbroschüren und Jahrespublikationen, die komplexe Inhalte so aufbereiten, dass sie über die Fachcommunity hinaus ankommen. Wir gestalten Publikationen, die wissenschaftliche Seriosität mit echter Lesbarkeit verbinden — für Hochschulen, Forschungsinstitute, Akademien und Stiftungen.
Dahinter steht mehr als Gestaltung. Laut Wissenschaftsbarometer 2025 der Organisation Wissenschaft im Dialog fühlt sich nur rund ein Viertel der Menschen in Deutschland gut über wissenschaftliche Entwicklungen informiert. Wer forscht, steht damit vor einem Vermittlungsproblem, das keine noch so gute Studie von selbst löst.
Für wen Wissenschaftspublikationen den Unterschied machen
Der Druck, Forschung sichtbar zu machen, kommt inzwischen aus mehreren Richtungen zugleich. Fördergeber knüpfen Mittel an Transfer und Kommunikation — die DFG fordert Geförderte ausdrücklich auf, Ergebnisse frei zugänglich zu veröffentlichen, und das BMBF hat mit seiner Förderrichtlinie zur Wissenschaftskommunikation das Ziel »informiertes Vertrauen in Wissenschaft« ausgegeben. Gleichzeitig konkurrieren Einrichtungen um Aufmerksamkeit, Personal und Anschlussförderung.
Typische Ausgangslagen, mit denen Forschungseinrichtungen zu uns kommen:
- Ein Forschungsmagazin, das die Breite einer Universität abbilden soll, ohne beliebig zu werden
- Ein jährlicher Monitoring- oder Tätigkeitsbericht, der Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit gleichermaßen erreichen muss
- Eine Studie mit gesellschaftlicher Relevanz, deren Zahlen in der reinen Tabellenform niemanden bewegen
Was diese Fälle eint: Der wissenschaftliche Gehalt steht, die Vermittlung nicht. Und die Vermittlung entscheidet, ob die Arbeit von Jahren ihre Zielgruppen findet.
Wie wir Wissenschaftspublikationen entwickeln — Prozess und Methoden
Bei uns beginnt eine Publikation beim Inhalt. Am Anfang steht das Gespräch mit denen, die forschen: Für die Infografiken des Wuppertal Instituts haben wir vorab mit allen Abteilungsleiter:innen Interviews geführt, um die unterschiedlichen Arbeitsweisen der vier Bereiche zu durchdringen — erst daraus entstanden die Schlagwort-Skizzen und schließlich die Grafiken. Ähnlich lief es bei der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina: Der enge Austausch mit den Abteilungsleiter:innen ermöglichte, komplexe Inhalte auf ihre wichtigsten Kernaussagen zu fokussieren.
Danach übersetzen wir. Für die zwei Monitoring-Berichte der Leopoldina (2021–2023) stand Lesbarkeit an oberster Stelle: Wir reduzierten den Fließtext von drei auf zwei Spalten, hoben Statements, Fakten und Infografiken visuell ab und schufen über mehr Weißraum und formatfüllende Bilder Ruhe im Layout. Für das Forschungsmagazin »attempto!« der Universität Tübingen (Ausgabe 46 an, 2015–2020) erhielt jeder Artikel seinen eigenen visuellen Duktus — passend zur Vielfalt der Forschungsdisziplinen, ohne dass das Heft auseinanderfiel.
Der Anspruch reicht über die einzelne Ausgabe hinaus. Gute Wissenschaftspublikationen sind Teil einer Wissenstransferstrategie: Sie verlängern die Arbeit, die Forschung und Gesellschaft im Wissenschaftsdialog verbindet. Wo Zahlen im Zentrum stehen, greifen Datenvisualisierung und Informationsdesign. Wo es um Sprache geht, Redaktion und Lektorat.
Was eine gute Wissenschaftspublikation für eure Organisation bewirkt
Am Ende steht ein Medium, das arbeitet: ein Magazin, das gelesen und weitergereicht wird, ein Bericht, der in Politik und Wissenschaft zitiert wird, eine Broschüre, die eine Studie greifbar macht. Für die Vodafone Stiftung haben wir die Jugendstudie »Hört uns zu!« so aufbereitet, dass die Leser:innen auf Augenhöhe mit den Befragten geführt werden — Befunde wie »86 Prozent der Jugendlichen sorgen sich um ihre Zukunft« bekommen im Editorial Design das Gewicht, das ihnen in der Tabelle fehlt.
Für das Forschungsmagazin »future« der Universität Siegen entstand parallel zum Corporate Design ein modulares Layout, mit dem die Redaktion Ausgabe für Ausgabe eigenständig weiterarbeiten kann. Das ist uns wichtig: Ihr erhaltet nicht nur die fertige Publikation, sondern die visuelle Systematik, um sie selbst fortzuschreiben. Publikationen sind bei uns anschlussfähig gedacht — als Editorial Design mit klarer Bildsprache, das sich in Forschungsberichte und die gesamte Wissenschaftskommunikation eurer Einrichtung einfügt.

Warum NORDSONNE IDENTITY für eure Wissenschaftspublikationen
Wir sind eine Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft — ein eingespieltes, interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte, seit über zwei Jahrzehnten mit Forschungseinrichtungen im Gespräch. Editorial Design für Forschungsmagazine mit hohem Anspruch gehört zu dem, was wir am längsten und häufigsten machen. Leopoldina, Universität Tübingen, Universität Siegen, Wuppertal Institut, Vodafone Stiftung — diese Arbeiten könnt ihr in unseren Projekten nachlesen.
Was uns prägt, ist der wissenschaftliche Hintergrund im Team und die Haltung dahinter: Wir übersetzen Forschung, ohne sie zu verkürzen. Das ist unser Beitrag für eine konstruktive Gesellschaft — eine, in der Wissen die Menschen erreicht, für die es gedacht ist. Was eine Wissenschaftspublikation kostet und wie sie sich in Förderanträgen unterbringen lässt, haben wir übrigens in einem eigenen Beitrag aufgeschrieben.
Ihr habt Fragen zu eurer Publikation? Schreibt uns: ni@nordsonne.de