Wissenschaftskommunikation
Forschung entsteht in Fachsprache, für ein Fachpublikum. Ihre Wirkung entfaltet sie aber oft erst dort, wo sie verstanden wird: bei Förderern, in der Politik, in den Medien, in der Gesellschaft. Genau diese Lücke schließt Wissenschaftskommunikation.
Wissenschaftskommunikation macht Forschung für Menschen außerhalb der eigenen Disziplin verständlich, sichtbar und anschlussfähig. Sie übersetzt komplexe Erkenntnisse in Formate, die ankommen — heute vor allem digital: Erklärfilme, Datenvisualisierungen, Websites, Social Media und KI-gestützte Inhalte.
Diese Seite gibt euch einen Überblick: was Wissenschaftskommunikation ist, welche Ziele sie verfolgt und welche Formate zur Verfügung stehen. Wenn ihr direkt eine Agentur für die Umsetzung sucht, findet ihr am Ende den Weg zu unserem Leistungsangebot.


Was ist Wissenschaftskommunikation?
Wissenschaftskommunikation umfasst alle Formen, in denen wissenschaftliche Inhalte, ihre Entstehung und ihre Bedeutung vermittelt werden. Die Forschung unterscheidet dabei zwischen interner Wissenschaftskommunikation — der Verständigung innerhalb der Fachwelt — und externer Wissenschaftskommunikation, die sich an ein Publikum außerhalb der wissenschaftlichen Community richtet (Niemann et al., 2017). Auf dieser externen Kommunikation liegt der Fokus, wenn Institutionen von »Wisskomm« sprechen.
In Deutschland hat das Feld eine klare Entwicklung genommen: Vom PUSH-Memorandum im Jahr 2000, das erstmals einen Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit einforderte, bis zum Siggener Aufruf (2015), der gute Wissenschaftskommunikation als wertegeleitet, selbstreflexiv und strategisch beschreibt. Heute ist sie in vielen Förderkontexten fester Bestandteil von Forschungsprojekten.
Abzugrenzen ist Wissenschaftskommunikation von der klassischen Öffentlichkeitsarbeit: Es geht nicht allein darum, eine Institution ins beste Licht zu rücken, sondern darum, Wissen so zu vermitteln, dass Menschen es verstehen, einordnen und nutzen können.
Warum Wissenschaftskommunikation wichtig ist
Wissen wirkt nur, wenn es ankommt. Gute Wissenschaftskommunikation schafft die Grundlage dafür, dass gesellschaftliche und politische Entscheidungen auf belastbarem Wissen beruhen — und sie stärkt das Vertrauen in Wissenschaft, gerade in einer Zeit, in der Fakten zunehmend unter Druck stehen.
Für Forschungseinrichtungen kommt ein handfester Grund hinzu: Sie stehen in einem doppelten Wettbewerb. Um Aufmerksamkeit in einer lauten Öffentlichkeit, um Fördermittel, deren Vergabe immer häufiger sichtbare Kommunikation voraussetzt, und um Talente, die sich dorthin orientieren, wo Forschung wahrgenommen wird. Wer die eigene Arbeit verständlich sichtbar macht, verschafft sich in allen drei Feldern einen Vorteil.
Und schließlich wirkt Wissenschaftskommunikation nach innen: Sie hilft Instituten, ihre eigene Identität zu schärfen und den Menschen, die dort forschen, eine gemeinsame Sprache zu geben.

Welche Formate umfasst Wissenschaftskommunikation?
Es gibt kein Standardformat — die Wahl richtet sich nach Zielgruppe, Ziel und Kanal. Der Schwerpunkt liegt heute klar im Digitalen, weil dort die meisten Zielgruppen erreichbar sind. Die wichtigsten Formatfamilien:
- Bewegtbild: Erklärfilme, Animationen und Motion Design — stark, wenn Prozesse oder abstrakte Zusammenhänge verständlich werden sollen.
- Visualisierung: Datenvisualisierungen, Infografiken und wissenschaftliche Illustration — machen Zahlen und Strukturen auf einen Blick lesbar.
- Digitale Plattformen: digitale Wissensplattformen und Websites — der zentrale Ort, an dem Forschung dauerhaft sichtbar wird.
- Editorial: Editorial Design, Forschungsmagazine und Wissenschaftspublikationen — für Inhalte, die Tiefe und Haltbarkeit brauchen.
- Reichweite: Social Media und Kampagnen — um gezielt Zielgruppen anzusprechen und in den Dialog zu kommen.
Zunehmend spielt auch KI eine Rolle — in der Produktion von Inhalten ebenso wie in der zielgruppengenauen Ausspielung. Wie sich das verantwortungsvoll einsetzen lässt, klären wir über eine passende KI-Strategie.
Wie wir Wissenschaftskommunikation angehen
Am Anfang steht die Frage nach Ziel und Zielgruppe, noch vor der Wahl des Formats: Wen wollt ihr erreichen, und was soll sich dadurch verändern? Erst wenn das geklärt ist, entscheidet sich, welche Formate wirklich wirken — und welche nur Budget kosten.
Wir verbinden dabei Strategie und Umsetzung. Zur Wissenschaftskommunikation gehört für uns die Content-Strategie ebenso wie die kreative Produktion, sodass beides aus einer Hand kommt. Grundlage ist immer die inhaltliche Genauigkeit: Vereinfachung ja, Verfälschung nein — ein Prinzip, das auch etablierte Qualitätsrahmen wie QUEST in den Mittelpunkt stellen.
Für das Berlin Institute of Health haben wir Wissenschaftskommunikation über viele Formate hinweg entwickelt — von Editorial bis zur größten Infografik Berlins am Charité-Bauzaun. Für das Wuppertal Institut haben wir komplexe Nachhaltigkeitsforschung in eine klare visuelle Sprache übersetzt. Und bei Make Your School haben wir die digitale Plattform gestaltet, auf der Schüler:innen selbst zu Forschenden werden.
Warum NORDSONNE IDENTITY
Wir sind eine Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft — ein eingespieltes, interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte, das seit über zwei Jahrzehnten wissenschaftliche und gemeinnützige Einrichtungen begleitet. Wissenschaftskommunikation ist eines unserer Kernfelder: Wir kennen die Sprache der Forschung und die Logik ihrer Öffentlichkeit.
Was uns dabei prägt, ist der Anspruch, Forschung verständlich zu machen — über gute Gestaltung hinaus. Das ist unser Beitrag für eine konstruktive Gesellschaft: Wo wissenschaftliches Wissen verständlich wird, können Menschen es nutzen — für Entscheidungen, für Vertrauen, für Fortschritt.
Ihr wollt eure Wissenschaftskommunikation professionell aufstellen? Einen umfassenden Überblick über unser Angebot und unsere Referenzen findet ihr auf unserer Seite Agentur für Wissenschaftskommunikation. Oder schreibt uns direkt: ni@nordsonne.de