Typografie
Schrift ist das Erste, was gelesen wird, und das Letzte, worüber gesprochen wird. Sie wirkt, bevor ein einziges Wort im Kopf ankommt — über Größe, Abstand, Kontrast, Form. Eine schlecht gewählte Schrift macht einen guten Text mühsam; eine gute macht komplexe Inhalte zugänglich, oft ohne dass es jemandem bewusst auffällt.
Wir entwickeln Typografie, die Lesbarkeit, Barrierefreiheit und Markenidentität zusammenbringt — Schrift, die euren Inhalten Halt gibt und eure Organisation erkennbar macht. Für Hochschulen, Forschungsinstitute, Stiftungen und öffentliche Einrichtungen, deren Texte oft anspruchsvoll sind und trotzdem viele erreichen sollen.
NORDSONNE IDENTITY ist eine Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft, ein interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte. Typografie ist für uns eine Frage der Wirkung, weniger des Geschmacks: Wer gelesen werden will, muss Schrift als Werkzeug ernst nehmen.


Warum Typografie über Lesbarkeit entscheidet
Wissenschaftsnahe Organisationen haben ein besonderes Problem: Ihre Inhalte sind dicht, ihre Zielgruppen breit. Ein Forschungsmagazin, ein Bericht, eine Antragsskizze müssen für Fachpublikum präzise und für Laien zugänglich sein. Typografie ist der Hebel, der beides möglich macht — über eine klare Hierarchie, ausreichende Schriftgrößen und Kontraste, die das Auge führen.
Das ist kein Bauchgefühl. Zur Leserlichkeit von Schrift gibt es empirische Forschung: An der Hochschule Merseburg etwa sind unter Herausgeberschaft von Kerstin Alexander zwölf Studien zu Typografie und Layout in barrierefreier Kommunikation entstanden. Für digitale Anwendungen kommen normative Vorgaben hinzu — die WCAG 2.1 und die deutsche BITV 2.0 regeln unter anderem Textgröße, Kontrast und Zeichenabstände. Für öffentliche Einrichtungen ist Barrierefreiheit ohnehin verpflichtend.
Was gute Typografie ausmacht
Es geht selten um die eine besondere Schrift. Es geht um ein durchdachtes System: die Wahl der Schriftfamilien und ihr Zusammenspiel, eine belastbare Hierarchie von der Überschrift bis zur Bildunterschrift, Laufweiten und Zeilenabstände, die den Lesefluss stützen. Linksbündiger Flattersatz statt Blocksatz, damit keine Löcher im Grauwert entstehen. Deutliche Kontraste zwischen Textebenen, damit sich Leser:innen orientieren können.
Im besten Fall leistet Schrift zweierlei zugleich: Sie ist Träger von Information und Ausdruck der Marke. Beim Technologieunternehmen Teprosa etwa haben wir eine dominante Schriftgestaltung zum Kern der Markenidentität gemacht — Schrift wurde hier zum eigenständigen Erkennungsmerkmal. Wie sich das ins Gesamtbild fügt, zeigt der Case zu Teprosa. Wo Schrift vor allem vermitteln muss, was gesagt wird, steht die Lesbarkeit vorn — die beiden Pole gegeneinander auszubalancieren, ist die eigentliche Arbeit.

Wie wir Typografie entwickeln — Prozess und Methoden
Am Anfang steht die Frage nach Inhalt und Kontext: Wer liest das, auf welchem Medium, unter welchen Bedingungen. Ein Forschungsmagazin, das in Ruhe gelesen wird, stellt andere Anforderungen als eine Website, die auf dem Smartphone funktionieren muss. Aus dieser Analyse heraus wählen und kombinieren wir Schriften, entwickeln die Hierarchie und legen die Regeln fest — für Print und Digital.
Für die Leopoldina haben wir die Lesbarkeit ihrer Monitoring-Berichte systematisch erhöht: größere Schriftgrößenkontraste, visuell hervorgehobene Statements und Fakten, mehr Weißraum — Lesbarkeit war hier das oberste Ziel, wie der Case zum Leopoldina-Monitoring zeigt. Für das Forschungsmagazin attempto! der Universität Tübingen war die Steigerung der Lesbarkeit und eine aufgeräumte Struktur der zentrale Auftrag — nachzulesen im Case zum Forschungsmagazin.
Die typografischen Regeln, die dabei entstehen, dokumentieren wir so, dass euer Team sie eigenständig anwenden kann — meist als Teil eines digitalen Style Guides. So bleibt die Schrift über viele Anwendungen und Jahre hinweg konsistent.
Was durchdachte Typografie für eure Organisation bewirkt
Der spürbare Effekt: Eure Texte werden gelesen — bis zum Ende, nicht nur überflogen. Komplexe Inhalte wirken zugänglich, ohne an Substanz zu verlieren. Und euer Auftritt wird über die Schrift wiedererkennbar, noch bevor das Logo ins Spiel kommt.
Das Besondere: Ihr bekommt nicht nur eine Schriftauswahl, sondern ein anwendbares typografisches System. Nach unserer Zusammenarbeit könnt ihr eigenständig weiterarbeiten — neue Publikationen, neue Formate, gleiche typografische Handschrift. Typografie greift dabei eng mit euren Farbkonzepten und dem gesamten Corporate Design ineinander; wo Schrift im redaktionellen Satz wirkt, verbindet sie sich mit unserem Editorial Design. Und wo Zugänglichkeit im Vordergrund steht, denken wir Typografie von den barrierefreien Medien her.
Warum NORDSONNE IDENTITY für eure Typografie
Wir kommen aus der Wissenschaftskommunikation, nicht aus der reinen Schriftgestaltung. Das prägt, wie wir Typografie angehen: immer mit Blick darauf, ob ein Text seine Leser:innen erreicht. Seit über zwei Jahrzehnten gestalten wir Magazine, Berichte, Websites und Markenauftritte für Hochschulen, Forschungsinstitute und Stiftungen — Kontexte, in denen Schrift viel leisten muss.
Was uns unterscheidet: Wir behandeln Typografie als Frage der Zugänglichkeit, nicht der Dekoration. Lesbarkeit, Barrierefreiheit und Markenwirkung denken wir zusammen. Ihr habt Fragen zu eurer Typografie? Schreibt uns: ni@nordsonne.de
Aktualisiert am 20. Juli 2026