Strategic Foresight
Die meisten Organisationen planen aus der Gegenwart heraus: Sie schreiben das Bestehende fort und hoffen, dass die Rahmenbedingungen halten. Strategic Foresight dreht die Blickrichtung um. Statt zu fragen, was als Nächstes kommt, denkt es mehrere mögliche Zukünfte durch und macht sie für heutige Entscheidungen nutzbar.
Der Ansatz ist längst in der öffentlichen Hand angekommen. Die Europäische Kommission legt seit 2020 jährlich einen Strategic Foresight Report vor, das Bundesentwicklungsministerium hat strategische Vorausschau in seiner Arbeitsweise verankert. Für Wissenschaft, Stiftungen und öffentliche Institutionen wird der Blick nach vorn zur Voraussetzung belastbarer Strategie.
Als Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft bringen wir bei NORDSONNE IDENTITY Foresight dorthin, wo es wirken muss: in partizipative Strategieprozesse, aus denen eure Organisation mit einer eigenen Haltung zur Zukunft herausgeht — nicht mit einer Studie im Regal.
Was Strategic Foresight ist — und was nicht
Strategic Foresight ist die systematische Beschäftigung mit möglichen zukünftigen Entwicklungen: methodisch fundiert, mittel- bis langfristig, über Disziplingrenzen hinweg. Der klassische Zeithorizont liegt bei zehn bis zwanzig Jahren (iit Berlin, 2024). Es geht nicht um die eine Prognose, sondern um mehrere durchdachte Zukünfte und die Frage, was sie für euer Handeln heute bedeuten.
Foresight ist kein Orakel. Es sagt die Zukunft nicht voraus, sondern erweitert den Möglichkeitsraum, in dem ihr entscheidet. Zu den etablierten Methoden zählen die Delphi-Befragung, die Szenariotechnik und das Backcasting — der Weg von einem gewünschten Zukunftsbild rückwärts in die Gegenwart. Diese Methoden bündeln wir bei NORDSONNE IDENTITY zu einem Vorgehen: von Trendanalysen über Zukunftsszenarien bis zum Zukunftsbild, das eure Richtung verdichtet.

Für wen Strategic Foresight funktioniert
Foresight lohnt sich überall dort, wo Entscheidungen weit in die Zukunft reichen und unter hoher Unsicherheit fallen. In der Forschung sind das Förderperioden über viele Jahre, in Stiftungen der Generationswechsel im Stiftungszweck, in Ministerien die Vorbereitung auf demografische, technologische oder klimatische Verschiebungen.
- Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor der langfristigen Struktur- und Strategieplanung
- Stiftungen, die ihren Förderschwerpunkt über die nächste Dekade denken
- Öffentliche Institutionen, die Politik auf belastbare Szenarien stützen wollen
- Wissenschaftsorganisationen, die den Wettbewerb um Förderung, Aufmerksamkeit und Talente vorausdenken
Der gemeinsame Nenner: Diese Organisationen können nicht abwarten, bis die Zukunft eingetreten ist. Sie brauchen einen strukturierten Umgang mit dem Ungewissen — und ein Team, das die Ergebnisse anschlussfähig an reale Entscheidungen macht.
Wie wir Strategic Foresight entwickeln — Prozess und Methoden
Wir beginnen mit dem Abtasten des Umfelds: Welche Signale, Trends und Unsicherheiten sind für eure Organisation relevant? Aus diesem Scanning verdichten wir in Trendanalysen die Treiber, die euer Handlungsfeld prägen. Daraus entwickeln wir im Szenario-Workshop mehrere konsistente Zukunftsbilder — gemeinsam mit euren Leuten, die ihr Feld am besten kennen.
Entscheidend ist der letzte Schritt, an dem viele Foresight-Prozesse scheitern: die Rückbindung an Entscheidungen. Empirische Untersuchungen zeigen, dass die größte Hürde weniger in der Methode liegt als in der organisatorischen Verankerung. Genau hier setzen wir an — mit Backcasting übersetzen wir das gewünschte Zukunftsbild in konkrete Schritte und binden es an eure adaptive Strategie an.
Typischer Zeitrahmen: acht bis sechzehn Wochen, je nach Beteiligungstiefe und Zahl der Szenarien. Für die Pädagogische Hochschule Luzern haben wir seit 2024 eine Hochschulstrategie 2025–2035 begleitet, die bewusst adaptiv angelegt ist: Sie lässt sich kontinuierlich anpassen und reagiert aktiv auf neue Herausforderungen — Zukunftsdenken, das nicht in einem Strategiepapier erstarrt.


Was Strategic Foresight für eure Organisation bewirkt
Am Ende steht kein Trendreport, den niemand liest, sondern eine Organisation, die ihre möglichen Zukünfte kennt und ihre Entscheidungen daran ausrichten kann. Ihr gewinnt einen gemeinsamen Bezugsrahmen, in dem strategische Debatten geführt werden — und die Fähigkeit, frühe Signale zu deuten, statt von Entwicklungen überrascht zu werden.
Das Besondere an unserer Arbeit: Teams erhalten nicht nur fertige Szenarien, sondern auch die interne Kompetenz, Foresight künftig selbst in ihre Planung einzubauen. Nach unserer Zusammenarbeit könnt ihr eigenständig weiterdenken — die Methode bleibt bei euch, nicht bei uns.
Warum NORDSONNE IDENTITY für Strategic Foresight
Foresight ist zum Wachstumsfeld geworden; von Think-Tanks bis zu klassischen Strategieberatungen bieten es heute viele an. Was uns unterscheidet: Wir kommen aus der Kommunikationsstrategie und der Organisationsentwicklung für Wissenschaft und Gesellschaft. Zukunft ist für uns keine abstrakte Analyse, sondern etwas, das eine Organisation intern verstehen und nach außen erzählen können muss.
Als eingespieltes, interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte verbinden wir methodische Vorausschau mit der Fähigkeit, Ergebnisse verständlich und anschlussfähig zu gestalten. Wie eng Zukunftsarbeit und Kommunikation zusammengehören, zeigt unsere Arbeit für das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag: Für die Einrichtung, die das Parlament seit 1990 in Fragen des wissenschaftlich-technischen Wandels berät, haben wir Markenauftritt und digitale Plattform entwickelt — damit Vorausschau ihre Adressaten erreicht. Ein Szenario entfaltet erst dann Wirkung, wenn es in ein Leitbild übersetzt und in der Organisation verständlich gemacht wird. Diese Brücke zwischen Strategie, Identität und Kommunikation ist unser Kern. Ihr habt Fragen zu Strategic Foresight? Schreibt uns: ni@nordsonne.de