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Geht's da weiter oder ist das eine Wand? Das Spiel mit der Perspektive.

Das Set-Design des »La Specola«, Florenz

Geht’s da weiter oder ist das eine Wand? — Das liebevolle Set-Design des »La Specola« in Florenz.

Was macht gutes Ausstellungsdesign aus? Wie muss Gestaltung in einem Museum konzipiert und angewandt werden, um genau das zu transportieren, wovon die Ausstellung handelt? Fakt ist, es kommt nicht auf eine teure Ausstattung oder die neuesten Medientechnologien an. Ohne Frage: Info-Screens, Terminals, Videos, Präsentationen, digitale Interaktionen, individuelle Inhalte und personalisierte Mitteilungen tragen nicht nur zur Vermittlung eines Ausstellungsthemas bei, sondern beeindrucken den Besucher auch durch ihre Interpretation und Aufbereitung der Inhalte. Größer, neuer, besser — das allein zieht bei vielen Ausstellungsbesuchern.

Doch das wichtigste im Ausstellungs- und Set-Design bleibt, den Besucher zu begeistern für ein Thema, mit dem er sich nicht täglich beschäftigt. Dafür stehen eine Vielzahl unterschiedliche Methoden und Instrumente zur Verfügung — den einen, alleingültigen Weg dafür gibt es nicht. Neben der medialen Aufbereitung und Erläuterung sind die grundsätzliche Anordnung, die Tonalität der Beschreibung und die Einbettung der Exponate in die Alltagswelt entscheidend dafür, ob und wie der Besucher die Ausstellung versteht.

  • Bitte nicht zu verkopft: Einfache Überschriften helfen bei der Orientierung (und wir meinen nicht die Schrift)
    Bitte nicht zu verkopft: Einfache Überschriften helfen bei der Orientierung (und wir meinen nicht die Schrift)
  • Da freut sich jeder Gestalter: Anordnung im Raster
    Da freut sich jeder Gestalter: Anordnung im Raster
  • Nach Farben sortiert. Wie bei IKEA.
    Nach Farben sortiert. Wie bei IKEA.

Die einfache Botschaft des Set-Design im »La Specola«: Wir lieben das, was wir ausstellen.
Das Museum für Zoologie und Naturgeschichte »La Specola« verzichtet fast gänzlich auf die multimediale Aufbereitung seiner Themen — vermutlich und ziemlich sicher auch mangels zur Verfügung stehendem Budget. Und dennoch ist das Set-Design des Museums beeindruckend und beispielgebend für seine Botschaft: Wir lieben das, was wir ausstellen. Das Museum gibt sich für die Präsentation, Anordnung und Aufbereitung der Präparate sehr viel Mühe — das ist in vielen Details sichtbar und spürbar. Auf den ersten Blick wirkt das Grafikdesign veraltet, die Typografie ist es allemal, och unterm Strich zählt der Gesamteindruck und der wird erreicht durch ein liebevolles Set-Design.

  • Informationsgrafiken sind nicht nur schön anzusehen, sondern visualisieren komplexe Inhalte
    Informationsgrafiken sind nicht nur schön anzusehen, sondern visualisieren komplexe Inhalte
  • Kein Zufall, sondern genau so hingelegt
    Kein Zufall, sondern genau so hingelegt
  • Ziel der Ausstellung: Überwältigung
    Ziel der Ausstellung: Überwältigung
  • Set-Design mit Liebe fürs Detail
    Set-Design mit Liebe fürs Detail

Vieles von dem Ausstellungs- und Set-Design in »La Specola« ist handgemacht, nicht mehr ganz frisch und wirkt teilweise reichlich überholt und altbacken. Wer heute eine Naturkunde-Ausstellung plant, der wendet ganz andere Medien, entwickelt ein zeitgemäßes Erscheinungsbild und versucht mit dem zur Verfügung stehenden Medienmix ein erfolgreiches Konzept zu erarbeiten. Dass all dies in »La Specola« kaum vorhanden ist, spielt dank der der liebevollen Platzierung und Aufbereitung der Exponate jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Handgemacht sind teilweise auch die Korrekturen auf den Hinweis-Tafeln. Der eine mag das amateurhaft finden, es zeigt jedoch auch, dass diese Ausstellung von Menschenhand begleitet wird.

  • Mut zur Wahrheit. Falsches muss eben korrigiert werden.
    Mut zur Wahrheit. Falsches muss eben korrigiert werden.
  • Praxisnähe: Wie im richtigen Leben
    Praxisnähe: Wie im richtigen Leben
  • Interaktion: Mitsuchen erwünscht
    Interaktion: Mitsuchen erwünscht
  • Den gesamten Raum nutzen
    Den gesamten Raum nutzen
  • Handschrift = persönlich. #UnfassbarerAufwand
    Handschrift = persönlich. #UnfassbarerAufwand
  • Den Grund für ein Verboten-Schild aufschreiben: Vorbildlich.
    Den Grund für ein Verboten-Schild aufschreiben: Vorbildlich.

Im Rahmen der Möglichkeiten — und dann die beste Lösung, die sich finden lässt. Das scheint ein bisschen der Leitsatz der bei Entwicklung des Informationsdesigns für das Museum gewesen zu sein. Über wenige finanzielle Mittel zu verfügen muss nicht bedeuten, Kommunikationsideen lieblos umzusetzen. Wir kennen das ziemlich gut im Rahmen unserer Projekte für die größeren und kleineren Einrichtungen der Evangelischen Kirche. In »La Specola« zählt der Dialog, die Information, die Vielfalt, die Aufklärung — und letztlich damit die Nähe zu den Besuchern.

  • Erinnert Sie das auch an einen Vogelschwarm?
    Erinnert Sie das auch an einen Vogelschwarm?
  • Je größer, desto näher, desto echter.
    Je größer, desto näher, desto echter.
  • Formschön, verständlich, sortiert.
    Formschön, verständlich, sortiert.
  • Set-Design ist alles. Und überzeugend im »La Specola«, Florenz.
    Set-Design ist alles. Und überzeugend im »La Specola«, Florenz.
  • Set-Design: Das Spiel mit der Perspektive, überzeugend eingesetzt.
    Set-Design: Das Spiel mit der Perspektive, überzeugend eingesetzt.
  • Die Botschaft des Museums: Wir lieben das, was wir ausstellen.
    Die Botschaft des Museums: Wir lieben das, was wir ausstellen.
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