Naming
Der Name kommt zuerst. Bevor jemand euer Logo sieht, euren Claim liest oder eure Arbeit kennt, hört er den Namen — und bildet sich ein erstes Urteil. Ein guter Name öffnet Türen, ein schlechter macht jede spätere Kommunikation schwerer. Trotzdem entstehen viele Namen im Vorbeigehen: als Abkürzung, als Kompromiss, als das, was gerade frei war.
Naming macht daraus einen bewussten Prozess. Wir entwickeln Namen für Organisationen, Projekte, Initiativen und Marken — prägnant, aussprechbar und rechtlich haltbar. Als Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft wissen wir, dass euer Name mehr leisten muss als zu gefallen: Er soll Haltung transportieren und trotzdem schutzfähig sein.
Gerade in Wissenschaft und Zivilgesellschaft ist das keine Kleinigkeit. Ein Name muss im Wettbewerb um Aufmerksamkeit, Förderung und Talente sofort verständlich sein — und er begleitet eine Organisation oft über Jahrzehnte.


Wann ihr Naming braucht
Naming lohnt sich immer dann, wenn etwas Neues einen Namen braucht oder etwas Bestehendes seinen Namen überlebt hat. Meist geht es um einen konkreten Anlass: eine Gründung, ein neues Projekt, eine Fusion oder eine Marke, deren alter Name nicht mehr passt.
Typische Ausgangslagen, in denen euch Naming weiterbringt:
- Eine Neugründung oder ein Spin-off braucht einen ersten, belastbaren Namen
- Ein Forschungsprojekt oder eine Initiative soll unter einem einprägsamen Namen sichtbar werden
- Eine bestehende Organisation hat sich verändert und braucht einen Namen, der zum Heute passt
Der Name steht dabei nie allein: Er verdichtet eure Positionierung in ein einziges Wort. Vom Namen zu unterscheiden ist die Claimentwicklung — der Satz, der die Haltung erklärt; beides sind eigene Leistungen, die oft zusammen entstehen.
Wie wir Namen entwickeln — Prozess und Methoden
Wir beginnen mit einem klaren Briefing: Was soll der Name leisten, wen soll er ansprechen, welche Assoziationen sind erwünscht, welche tabu? Daraus entwickeln wir viele Namensrichtungen — beschreibende, metaphorische, erfundene — und verdichten sie in Runden zu einer engeren Auswahl. Die Favoriten prüfen wir auf das, was zählt: Aussprache, Merkfähigkeit, internationale Unbedenklichkeit und rechtliche Schutzfähigkeit.
Dieser letzte Punkt ist entscheidend und wird oft unterschätzt: Ein Name, der markenrechtlich nicht haltbar ist, kann später teuer werden. Wie ein guter Name aussieht, zeigt unsere Arbeit für infraVelo: Für das Berliner Fahrrad-Stellplatzprojekt entwickelten wir den Namen Park Your Bike mitsamt Brand Design und App (2024). Auch für den ersten kreislaufgerechten Wissenschaftspavillon der TU Berlin fanden wir mit TULIUM einen Namen, der Wissenschaft und Ort verbindet. Und aus dem sperrigen »Innovationszentrum für Agrarsystemtransformation« des ZALF wurde Zukunft Land — ein Name, der eine komplexe Forschungsinitiative greifbar macht (2026).
Was das Verfahren auszeichnet: Ihr bekommt nicht nur einen Namen, sondern die Begründung dazu und die Sicherheit, dass er hält. Nach unserer Zusammenarbeit könnt ihr die Entscheidung intern vertreten.


Was gutes Naming für eure Organisation bewirkt
Am Ende habt ihr einen Namen, mit dem ihr arbeiten könnt — heute und in zehn Jahren. Konkret heißt das: einen geprüften, aussprechbaren und schutzfähigen Namen, eine nachvollziehbare Begründung und die nötigen Vorarbeiten für Domain und markenrechtliche Anmeldung.
Der eigentliche Wert liegt in der Weichenstellung. Ein guter Name ist die günstigste Investition mit der längsten Wirkung — er arbeitet jeden Tag für eure Organisation, in jedem Gespräch und auf jedem Medium. Der Name ist zugleich der Ausgangspunkt für alles Weitere: für die Corporate-Design-Entwicklung und die gesamte Markenentwicklung.
Dass gute Namen bleiben, zeigen zwei ältere Projekte: Für die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz entwickelten wir 2016 den Namen godspot für ihr freies WLAN — ein Wortspiel, das bis heute in ihren Kirchen präsent ist. Und aus dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht entwickelten wir mit hereon einen Namen, unter dem die Forschungseinrichtung seit 2021 firmiert.
Warum NORDSONNE IDENTITY für euer Naming
Wir sind ein interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte, das seit über zwei Jahrzehnten für Wissenschaft, Forschung und zivilgesellschaftliche Organisationen arbeitet. Wir verbinden Kreativität mit Sorgfalt — die freie Ideenfindung mit der nüchternen Prüfung, ob ein Name wirklich funktioniert. Namen entstehen bei uns aus der Strategie, nicht aus dem Bauch allein.
Naming steht selten für sich. Es ist eng verwoben mit eurer Narrativentwicklung und wird oft gemeinsam mit dem Claim entwickelt. Und ein guter Name kann verbinden: Er gibt einer Sache einen gemeinsamen Bezugspunkt, auf den sich viele beziehen können. Ihr habt Fragen zu eurem Naming? Schreibt uns: ni@nordsonne.de
Aktualisiert am 17. Juli 2026