MCP-Schnittstellen
Die meisten von euch arbeiten längst mit KI — beim Formulieren, beim Ordnen von Material. Der nächste Schritt liegt nahe: Sie soll auch dort mitarbeiten, wo eure Inhalte tatsächlich liegen. Im Redaktionssystem, in der Mediathek. Genau da setzt MCP an.
Wir entwickeln MCP-Schnittstellen, über die KI-Systeme kontrolliert in euren Fachsystemen arbeiten — mit klar begrenzten Rechten und einer Freigabe durch Menschen. Das Model Context Protocol (MCP) ist der offene Standard dafür. Anthropic hat es im November 2024 veröffentlicht und im Dezember 2025 an die Agentic AI Foundation unter dem Dach der Linux Foundation übergeben, deren Mitglieder AWS, Google, Microsoft und OpenAI umfassen. Über 10.000 MCP-Server waren zu diesem Zeitpunkt bereits veröffentlicht (Linux Foundation, Dezember 2025).
NORDSONNE IDENTITY ist eine Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft, ein interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte. Wir kommen aus der Kommunikation und der Organisationsberatung — und wir arbeiten mit dieser Technik im eigenen Alltag: Die Inhalte von nordsonne.de pflegen wir redaktionell über einen eigens entwickelten MCP-Konnektor.

Anforderungs-Workshop bei NORDSONNE IDENTITY in Berlin-Mitte: Bedarfe und Schnittstellen sortieren, bevor Technik entsteht.
Für wen MCP-Schnittstellen funktionieren
Hochschulen, Forschungsinstitute, Stiftungen und öffentliche Einrichtungen sitzen auf großen Inhaltsbeständen und pflegen sie mit wenigen Personen. Der Engpass ist die Kapazität für die immer gleichen Handgriffe — Meldungen einpflegen, Publikationslisten aktualisieren, Alt-Texte nachziehen, Inhalte für ein zweites Ausspielformat aufbereiten.
Typische Ausgangslagen, in denen sich eine Schnittstelle rechnet:
- Ein CMS, das viele Personen befüllen sollen, aber nur wenige sicher bedienen
- Fachsysteme, deren Daten in der Kommunikation gebraucht werden und heute von Hand eingegeben werden
- Datenschutz-Anforderungen, die einen KI-Zugriff über beliebige Cloud-Dienste ausschließen
- Ein Bestand, der für KI-Systeme auffindbar sein soll, weil Recherche zunehmend über Assistenzsysteme läuft
Wie wir MCP-Schnittstellen entwickeln — vom Anforderungs-Workshop zum Betrieb
Am Anfang steht ein Workshop mit euren Redaktions- und IT-Verantwortlichen. Dort klären wir, welche Aufgaben eine KI übernehmen soll, welche Systeme dafür überhaupt angebunden werden müssen und wo die Grenze des Erlaubten liegt. Aus diesem Bild entsteht ein Katalog von Werkzeugen: jede Aktion einzeln benannt, mit Rechten und Rollen versehen. Dieser Katalog ist die eigentliche Entscheidung — er legt fest, was eine KI in eurem System anfassen darf.
Danach bauen wir schrittweise. Zuerst eine lesende Verbindung, an der sich ohne Risiko prüfen lässt, ob die Antworten stimmen. Dann die schreibenden Aktionen, jede mit Entwurfs- oder Freigabestatus. Wir setzen die Schnittstelle im Testsystem auf, gehen mit euch die Rechte durch und begleiten den Übergang in den Betrieb. Für Vorstufen und Machbarkeitsfragen greifen wir auf unser Vorgehen im Prototyping zurück; wenn eine ganze Plattform dahinter steht, arbeiten wir wie bei einer digitalen Wissensplattform.
Wir bauen und betreuen solche Systeme selbst. Das zeigen unsere Web-Projekte: die Informationsplattform plangesund für Forschungspartner:innen der TU Braunschweig, der Charité und der TU Berlin, oder die Plattform von Make Your School, über die Materialkoffer, Tutorials und Festivalprogramm laufen.


Was eine MCP-Schnittstelle für eure Organisation bewirkt
Am Ende steht ein betriebsfähiger MCP-Server für eure Systeme, dazu ein Rechte- und Rollenkonzept, eine Dokumentation der verfügbaren Aktionen und eine Einweisung für euer Team. Das Besondere: Ihr bekommt nicht nur die Schnittstelle, sondern auch die Grundlage, sie selbst zu erweitern — neue Aktionen kommen später als einzelne Ergänzungen hinzu, ohne dass der ganze Aufbau neu entstehen muss.
Der Effekt im Alltag: Aufgaben, die vorher zwischen Fenstern hin und her gingen, laufen in einem Arbeitsschritt. Und weil jede Aktion protokolliert ist, bleibt nachvollziehbar, wer was veranlasst hat. Für die redaktionelle Qualität ist das Zusammenspiel mit unserer Redaktion und Lektorat der zweite Hebel — eine Schnittstelle beschleunigt die Pflege, über Sprache und Auswahl entscheiden weiterhin Menschen.
MCP-Schnittstellen zwischen Strategie und Sprache
Eine Schnittstelle lohnt sich erst, wenn geklärt ist, wofür KI in eurer Organisation überhaupt eingesetzt werden soll. Diese Frage gehört in eine KI-Strategie, die den Rahmen setzt, bevor Technik entsteht. Und sie braucht eine sprachliche Leitlinie: Ein System, das Texte anlegt, hält euren Tone of Voice nur ein, wenn dieser als Regelwerk vorliegt.
Von der laufenden Prozessarbeit unterscheidet sich die Schnittstelle in der Reichweite: KI-Prozesse und Automatisierungen verbessern einzelne Abläufe, eine MCP-Schnittstelle öffnet ein ganzes System für Agenten. Wo Inhalte danach strukturiert weitergedacht werden, kommt unsere Content-Strategie ins Spiel. Wie das konkret aussieht, steht auf den beiden Systemseiten: MCP für WordPress und MCP für TYPO3.
Warum NORDSONNE IDENTITY für eure MCP-Projekte
Wir bauen keine Technik um ihrer selbst willen. Unsere Projekte beginnen mit der Frage, was eurer Arbeit dient, und enden mit einer Lösung, die euer Team bedienen kann. Für Wissenschaft und Zivilgesellschaft prüfen wir dabei anders als ein reiner IT-Dienstleister: Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und die Rolle der Redaktion gehören für uns zur Aufgabe.
Was uns unterscheidet: Wir betreiben eine solche Schnittstelle im eigenen Haus, bevor wir sie euch empfehlen. Wie wir eigene digitale Werkzeuge entwickeln, zeigt unser Gesprächstool zoffstoff. Ihr habt Fragen zu einer Schnittstelle in eurem System? Schreibt uns: ni@nordsonne.de
Aktualisiert am 16. August 2026