Eine innovative Markenstrategie
für die medizinische Zukunft

»Translationale Medizin« bringt die Erkenntnisse aus den Laboren der medizinischen Forschung direkt in die Behandlungszimmer. Diese Engführung von Theorie und Praxis – in einem Klinikalltag, in dem Forschungslabore und Behandlungszimmer sich nur selten den gleichen Flur teilen – ist ein Novum. Das 2013 als neue biomedizinische Forschungseinrichtung der Charité und des Max-Delbrück-Zentrums gegründete Berlin Institute of Health (BIH) verschränkt das Leitmotiv der translationalen Forschung mit dem fächerübergreifenden Ansatz der Systemmedizin. Im Fokus stehen die Erforschung neuer diagnostischer Verfahren und die Entwicklung individualisierter Therapien für die Behandlung von Menschen mit fortschreitenden Krankheiten. 

Wir beraten und begleiten das Institut bei der Entwicklung ihrer Markenstrategie, konzipieren Maßnahmen für die interne und externe Unternehmenskommunikation und gestalten ein umfassendes Corporate Design. Dabei ist es einerseits wichtig, innerhalb des Instituts einen Nenner herzustellen, auf den sich die Submarken des BIH gemeinsam beziehen können, und andererseits den Erhalt ihrer Eigenständigkeit zu fördern. Entstanden ist ein über mehrere Jahre hinweg entwickeltes und für zahlreiche Anwendungsbereiche adaptierbares Kommunikations- und Designkonzept, das die einzelnen Bausteine zu einer starken Markenidentität zusammenfügt.

Auftraggeber*innen
Berlin Institute of Health
Leistungen
Beratung
Corporate Design
Editorial Design
Literaturkonzept
Video-Produktion

Auftraggeber*in

Aus Forschung wird Gesundheit

Ziel des BIH ist es, Forschung und Medizin enger miteinander zu verknüpfen, Wege zu verkürzen und zukunftsweisende Therapieformen zu entwickeln. Dazu möchte das Institut die räumlich und prozessual vorhandenen Distanzen zwischen medizinischer Forschung und klinischer Praxis verkürzen. Unter Nutzung vorhandener Synergieeffekte fördert das BIH zahlreiche international und interdisziplinär aufgestellte Projektgruppen und begründet dabei neue Forschungs- und Handlungsstrukturen.

Konzept

Ein starker gemeinsamer Nenner

Das Berlin Institute of Health setzt sich aus einer Dachmarke, vier unabhängig agierenden Organisationseinheiten und zahlreichen Projektmarken mit jeweils individuellen Zielsetzungen zusammen. Diese Struktur gewährleistet ein hohes Maß an Agilität, führt aber gleichzeitig auch zu einer Diversifizierung innerhalb des Instituts, die die Bezugnahme auf eine gemeinsame Identität verkompliziert. Das Ziel des Markenkommunikation ist es darum, einen starken gemeinsamen Nenner für alle Teilbereiche des BIH auszuprägen, ohne sie dabei in ihrer Eigenständigkeit und Flexibilität einzuschränken.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Markenkommunikation ist ein Corporate Design, das all seine möglichen Erscheinungsformen mitdenkt – und zwar in jeder Dimension. Für das Berlin Institute of Health entwickelten wir ein  Corporate Design, das sowohl auf Visitenkarten als auch auf quadratmetergroßen Wänden funktioniert. Darüber hinaus haben wir die Markenstrategie geschärft und das visuelle Spektrum hinsichtlich einer erhöhten Sichtbarkeit der Markenwerte erweitert.

Die Komplexität des Markenkonzepts ist also sowohl in Bezug auf die interne Unternehmensstruktur als auch hinsichtlich der zahlreichen Anwendungsfälle gegeben. Und natürlich ist jedes Markenkonzept auch ein Politikum: Auf welchen gemeinsamen Nenner können sich die verschiedenen Organisationseinheiten eines Instituts verständigen? Wie lassen sich die Inhalte einer visionären medizinischen Praxis so kommunizieren, dass sie einerseits dem hohen wissenschaftlichen Anspruch des Instituts genügen und dabei andererseits verständlich bleiben?

Umsetzung

Vom Hundertsten ins Tausendste

Wieder einmal durften wir uns in einer unserer absoluten Lieblingsdisziplinen austoben: Der Wissenschaftskommunikation. Wissenschaftskommunikation ist ein Spagat zwischen Komplexität und Reduktion. Darum ist es von herausragender Bedeutung, multiperspektivisch zu denken und dabei kommunikative Ansätze zu entwickeln, die trotz ihrer wissenschaftlichen Komplexität möglichst inklusiv sind – sowohl in Bezug auf ihre Form als auch in puncto Formulierung. 

Eines unserer ersten Projekte für das BIH war gleichzeitig eines der größten, die wir bis dato bei NORDSONNE IDENTITY realisiert haben: Für den Bauzaun des neuen Ambulanz-, Translations- und Innovationszentrums (ATIZ) entwickelten wir eine 135 Meter lange Infografik, die das Prinzip der »Translationalen Medizin« erläutert. Von da aus verkleinerten wir den Maßstab wieder, entwickelten Veranstaltungsbanner, digitale Umsetzungen für Präsentationen und Onlinemedien, Konzepte für Plakatreihen und Publikationen bis hin zu Visitenkarten und einer eigenen Piktogrammsprache für das Institut. Die auf dem Weg entwickelten Prinzipien haben wir in ein ein Literaturkonzept, diverse Printprodukte  und ein allumfassendes Corporate Design übersetzt.

Highlight

Von der Fläche in den Raum

Ausgehend von der Gestaltung des Bauzauns am ATIZ wurden wir beauftragt, den Transfer der Marke BIH in die Räumlichkeiten des Instituts zu begleiten. Dafür haben wir, zunächst in beratender Funktion, Empfehlungen entwickelt, der die Skalierung der Elemente vom Corporate Design in die dritte Dimension ermöglicht.

Da das BIH auf und mit dem klinischen Umfeld der Charité operiert, sind die Projektgruppen und Organisationseinheiten des BIH über sämtliche Charité-Campusse verteilt. Ob Büros, Laborräume, Co-Working-Spaces oder Besprechungsräume – die Räume werden nach Bedarf angemietet, ausgebaut, um- oder auch neu gebaut. Daraus ergibt sich ein vielfältiger architektonischer Bestand. Insgesamt sieben Bauobjekte – mal Neubau, hundertjähriger Altbau, klinisches Interimsgebäude oder städtischer Bürokomplex – bilden die Ausgangslage, für die wir die Parameter für die »Marke im Raum« entwickelt haben.

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