Forschungsberichte
Ein Forschungsbericht ist fertig, hundert Seiten, sauber belegt — und wird trotzdem kaum gelesen. Das ist der Regelfall, nicht die Ausnahme. Zwischen einer Institution, die jahrelang forscht, und den Menschen, die aus dieser Forschung etwas machen sollen, steht oft ein Dokument, das seine eigene Substanz versteckt.
Genau da setzen wir an. Wir gestalten Forschungsberichte, Monitoring- und Jahresberichte so, dass sie ihre Adressat:innen erreichen — inhaltlich präzise und visuell zugänglich zugleich. Für Akademien, Forschungsinstitute, Stiftungen und Ressortforschung, die ihre Erkenntnisse wirksam machen wollen und nicht nur dokumentieren.
NORDSONNE IDENTITY ist eine Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft, ein interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte. Bei Berichten heißt das: Wir kommen aus der Wissenschaftskommunikation. Ein Bericht ist für uns eine Übersetzungsaufgabe, kein Layout-Auftrag.


Für wen Forschungsberichte zur Kommunikationsaufgabe werden
Forschungsberichte richten sich fast nie an ein einzelnes Publikum. Ein Monitoring-Bericht einer Akademie erreicht gleichzeitig Politik, Fachöffentlichkeit, Journalist:innen und ein interessiertes Laienpublikum — jede Gruppe mit anderem Vorwissen und anderer Lesezeit. Der Wissenschaftsrat hat schon 2021 beschrieben, wie sich in der Wissenschaftskommunikation die Rolle der Adressat:innen verschiebt: Empfänger:innen werden selbst zu Multiplikator:innen. Ein Bericht, der nur für Fachkolleg:innen funktioniert, verliert damit den größeren Teil seiner möglichen Wirkung.
Der Bedarf ist am größten, wenn eine dieser Situationen zutrifft:
- Ein Bericht erscheint wiederkehrend — jährlich, im Monitoring-Turnus — und soll über die Ausgaben hinweg wiedererkennbar und vergleichbar bleiben.
- Die Ergebnisse sollen in Entscheidungen einfließen, etwa in der wissenschaftlichen Politikberatung, wo laut BIBB gerade Langzeitreihen und Dauerbeobachtungen die belastbare Grundlage bilden.
- Die Datenlage ist dicht, aber die Kernaussagen gehen im Umfang unter.
In allen drei Fällen entscheidet die Aufbereitung darüber, ob aus Befunden Anschlussfähigkeit wird. Wer vorher klären will, wen ein Bericht überhaupt erreichen soll, findet den Einstieg über unsere Kernbotschaften — sie legen fest, welche Aussage bei welcher Zielgruppe hängenbleiben muss.
Wie wir Forschungsberichte entwickeln — Prozess und Methoden
Am Anfang steht das Sortieren, nicht das Gestalten. Wir arbeiten die zentralen Aussagen heraus, gewichten sie und bauen daraus eine Lesehierarchie: Was muss auf den ersten Blick sichtbar sein, was erschließt sich beim vertieften Lesen. Für die sprachliche Seite orientieren wir uns an etablierten Verständlichkeitsmodellen wie dem Karlsruher Verständlichkeitskonzept — Fachbegriffe bleiben, wo sie präzise sind, werden aber dort erklärt, wo die Zielgruppe sie nicht sicher kennt.
Für die Leopoldina, eine der ältesten Wissenschaftsakademien der Welt, haben wir zwischen 2021 und 2023 zwei aufeinanderfolgende Monitoring-Berichte gestaltet. Im engen Austausch mit den Abteilungsleiter:innen haben wir komplexe Inhalte auf ihre Kernaussagen fokussiert und die Lesbarkeit systematisch erhöht: Fließtexte von drei auf zwei Spalten reduziert, Statements und Fakten visuell hervorgehoben, mehr Weißraum, formatfüllende Bilder. Die Datengrafiken folgen einer wiederkehrenden Stilistik — wichtig genau deshalb, weil der Bericht Jahr für Jahr erscheint. Wie das aussieht, zeigt der Case zum Leopoldina-Monitoring.
Ein wiederkehrendes Element ist die Datenvisualisierung. Für das Wuppertal Institut haben wir vier Infografiken entwickelt — je eine pro Institutsabteilung —, denen Interviews mit den Abteilungsleiter:innen vorausgingen; erst aus diesen Gesprächen entstanden die Schlagwort-Skizzen. Solche Grafiken sind der Kern unserer Datenvisualisierung und unseres Informationsdesigns, die in fast jedem Bericht zusammenkommen.

Was ein gut gestalteter Forschungsbericht für eure Organisation bewirkt
Das offensichtliche Ergebnis ist ein Bericht, der gelesen wird. Das eigentliche Ergebnis liegt darunter: Eure Erkenntnisse werden zitierfähig, weiterverwendbar, anschlussfähig für Politik und Öffentlichkeit. Bei der Jugendstudie »Hört uns zu!« der Vodafone Stiftung Deutschland (2022) ging es genau darum — die Befunde des Befragungsinstituts infratest dimap so aufzubereiten, dass die volle Wucht der Zahlen ankommt und Leser:innen auf Augenhöhe mit den befragten Jugendlichen geführt werden. Details im Case zur Jugendstudie.
Das Besondere: Ihr bekommt nicht nur den fertigen Bericht, sondern ein wiederverwendbares Gestaltungssystem — Raster, Grafikstil, Typografie —, mit dem eure kommenden Ausgaben konsistent bleiben und euer Team eigenständig weiterarbeiten kann. Bei periodischen Berichten ist das der größte Hebel: Die erste Ausgabe legt den Standard, jede weitere wird schneller. Wer den Bericht in eine übergreifende Wirkungslogik einbetten will, findet die Verbindung zu unserer Wirkungsorientierung — dort geht es darum, Wirkung von Anfang an mitzudenken statt am Ende zu messen.
Ein Forschungsbericht ist dabei ein anderes Format als eine einmalige Fachpublikation oder ein Forschungsmagazin. Geht es um Monografien, Sammelbände oder Magazine, seid ihr bei unseren Wissenschaftspublikationen richtig; wiederkehrende Rechenschafts- und Berichtsformate deckt diese Seite ab. Für den periodischen Jahresbericht als Editorial-Aufgabe zeigt der Jahresbericht der Friedrich-Ebert-Stiftung, wie wiederkehrende Struktur und lebendige Gestaltung zusammengehen.
Warum NORDSONNE IDENTITY für eure Forschungsberichte
Wir gestalten Berichte nicht von außen. Unser Team verbindet Editorial Design, Datenvisualisierung und Redaktion mit einem Hintergrund in Wissenschaftskommunikation — die Kombination, die ein Bericht braucht, damit Genauigkeit und Verständlichkeit im selben Dokument Platz finden. Seit über zwei Jahrzehnten arbeiten wir für Akademien, Forschungsinstitute, Stiftungen und öffentliche Auftraggeber im DACH-Raum.
Was uns von reinen Designstudios unterscheidet: Wir lesen euren Bericht inhaltlich, bevor wir ihn gestalten. Das partizipative Vorgehen — Interviews und enge Abstimmung mit den Fachverantwortlichen, wie bei Leopoldina und Wuppertal Institut — sorgt dafür, dass die Gestaltung der Sache dient und nicht umgekehrt. Was Berichte im weiteren Sinn kosten und wie sie sich in Forschungsanträgen kalkulieren lassen, haben wir im Beitrag Was Wissenschaftskommunikation kostet aufgeschrieben.
Ihr habt einen Bericht in Arbeit oder plant die nächste Ausgabe? Schreibt uns: ni@nordsonne.de
Aktualisiert am 20. Juli 2026