Erklärfilm für einen nachhaltigen Schuldenerlass

Wir leben in einer ungerechten Welt. Dies äußert sich beispielsweise darin, dass die Länder des Globalen Südens zwar wenig zu der Entstehung der Klimakrise beigetragen haben, aber verhältnismäßig stark von ihren Folgen betroffen sind. Oder darin, dass sie durchschnittlich fünfmal so viel Geld in Schuldendienstzahlungen wie in Klimaschutz investieren müssen. Dieses eklatante Missverhältnis gefährdet die Einhaltung der von den UN verabschiedeten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und damit auch die Zukunft einer für alle Menschen lebenswerten Welt.

Anlässlich des G20-Gipfels 2021 wurde darum die Initiative »Debt Relief for Green and Inclusive Recovery« (DRGR) ins Leben gerufen. Das Verbundprojekt entwickelt Strategien und Konzepte zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise des Globalen Südens, um den Übergang zu einer nachhaltigen und schadstoffarmen Wirtschaft voranzutreiben. Diesem Anliegen haben wir mit einem dreiminütigen Erklärfilm Nachdruck verliehen. 

Auftraggeber*innen
Heinrich-Böll-Stiftung
Leistungen
Animationsfilm
Storytelling
Content Creation

Auftraggeber:in

Grüne Visionen mit der Heinrich-Böll-Stiftung

Mit der Heinrich-Böll-Stiftung verbinden uns diverse Projekte, die sich inhaltlich zwischen öffentlichen Räumen, radikalem Realismus, Insekten, Mobilitätskonzepten der Zukunft oder dem Syrienkrieg bewegen. Allen gemein ist die Zielgerade einer gerechteren, nachhaltigeren Welt, in der die Chancen nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität gleich verteilt sind. Dazu gehört auch und vor allem, die multiplen Belastungen des Globalen Südens, die nicht selten eine direkte Begleiterscheinung des Wohlstands sowie Resultat des Kolonialismus des Globalen Nordens sind, zu bekämpfen. 

Eines der drängendsten Probleme des Globalen Südens ist die fast omnipräsente Staatsschuldenkrise, die sich während der Covid-19-Pandemie noch mal deutlich verschärft hat und verschiedene Folgeprobleme nach sich zieht. Gemeinsam mit der University of London und der Boston University hat die Heinrich-Böll-Stiftung einen möglichen Weg aus dieser Krise skizziert.

Strategie

First things first

Unser Erklärfilm erläutert in fünf Schritten, wie ein umfassender Schuldenerlass für die Länder des Globalen Südens realisierbar wäre, ohne dabei einzelne Interessengruppen zu vernachlässigen. Der Film wurde auf Basis des im Juni 2021 publizierten Strategiepapiers der DRGR-Gruppe entwickelt und im Rahmen des G20-Gipfels veröffentlicht. Die Überarbeitung des Skripts erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Jörg Haas, Co-Autor der Studie und Referent für internationale Politik der Heinrich-Böll-Stiftung.

Umsetzung

Ästhetiken des Geldes

Für unseren Erklärfilm haben wir uns verschiedener Stil- und Gestaltungselemente der Dollarnote bedient. Die verschiedenen Filmsequenzen werden mit einem Linientexturen strukturiert, das an die Kupferstich-Optik der Dollarnote erinnert. Die Schlagschatten und die Doppellinien sind der Gestaltung des Dollarzeichens entlehnt, und auch die Tonalität der Farbpalette richtet sich an dem gedeckten Grün der Dollarnote als Grundton aus. Jedem der fünf verschiedenen Kapitel ist eine Farbe zugeordnet, wobei ein aus allen Farben zusammengesetzter Pfeil die Recovery-Strategie symbolisiert. Zuletzt verweist der Erklärfilm in einem Abbinder noch mal auf die Homepage drgr.org, auf der die geneigten Lesenden sich noch mal in das Strategiepapier vertiefen können, um sich von der Dringlichkeit der Lage zu überzeugen.

Denn es geht um nichts Geringeres als die Rettung eines großen Teils unserer Welt – von dem letztlich auch wir abhängig sind. Denn die Klimakrise ist ein globales Phänomen und geht uns alle an. 

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