Employer Branding
Eine Stelle ist ausgeschrieben, die Anzeige läuft, und trotzdem bleiben die Bewerbungen aus. Für viele Organisationen im öffentlichen und wissenschaftlichen Bereich ist das inzwischen Alltag.
Employer Branding beantwortet die Frage, die hinter jeder unbesetzten Stelle steht: Warum sollte jemand ausgerechnet bei euch arbeiten wollen? Wir entwickeln Arbeitgebermarken, die eure Stärken sichtbar machen und die richtigen Menschen ansprechen — für Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbände und öffentliche Institutionen.
Der Druck ist real. Laut dbb-Monitor 2026 fehlen im öffentlichen Dienst rund 600.000 Beschäftigte — etwa 30.000 mehr als im Vorjahr. Und ohne Gegenmaßnahmen könnten dem öffentlichen Sektor bis 2030 nach einer PwC-Analyse mindestens eine Million Fachkräfte fehlen. Gleichzeitig konkurrieren Behörden, Hochschulen und Kommunen um dieselben Talente — häufig mit der Wirtschaft, die höhere Gehälter zahlt.


Für wen Employer Branding zum Schlüssel wird
Organisationen mit Sinn-Auftrag haben ein gutes Blatt und spielen es selten aus. Sinnstiftende Arbeit, Sicherheit, Vereinbarkeit von Beruf und Leben — das sind Argumente, mit denen der öffentliche Sektor punkten kann. Studien wie das next:public-Nachwuchsbarometer zeigen, dass Sinnhaftigkeit und Entwicklungsperspektiven für junge Fachkräfte zentrale Kriterien sind. Woran es hakt, ist die Kommunikation dieser Stärken.
Typische Ausgangslagen, mit denen Organisationen zu uns kommen:
- Eine Forschungseinrichtung, die im Wettbewerb mit der Industrie um Nachwuchs steht
- Ein Verband oder eine Institution, deren Arbeitgeberprofil nach außen unscharf bleibt
- Eine Organisation im Umbruch, die neue Rollen besetzen und dafür erst ein glaubwürdiges Selbstbild braucht
Employer Branding beginnt im Inneren: mit der ehrlichen Frage, wofür eure Organisation als Arbeitgeberin steht. Erst danach kommt die Kommunikation nach außen.
Wie wir Employer Branding entwickeln — Prozess und Methoden
Bei uns steht am Anfang die Selbstwahrnehmung. Für die DKB Service haben wir in einem Identity-Workshop herausgearbeitet, wie sich das Unternehmen selbst sieht, welche Werte es vertritt und wodurch es sich von der Muttergesellschaft unterscheidet. Über die Entwicklung von Personas wurde die Zielgruppe greifbar — überwiegend potenzielle Mitarbeitende mit ihren konkreten Bedürfnissen.
Aus diesem Fundament wird Kommunikation. Für die DKB Service entstanden auf Basis der Workshop-Ergebnisse eine Corporate Website und ein Imagefilm, beide auf die Gewinnung neuer Mitarbeitender ausgerichtet, mit Fotos von Team und Geschäftsleitung für mehr Nahbarkeit. Für den Bund der Freien Waldorfschulen liefen wir vor dem Hintergrund des Lehrkräftemangels eine Testimonial-Kampagne: Acht Lehrkräfte erzählen unter dem Claim »Jede Stunde zählt« von ihrem Berufsalltag — ehrlich, auch mit den kritischen Fragen, die zu Waldorfschulen gehören.
Employer Branding verbindet dabei mehrere Disziplinen. Es wurzelt in Positionierung und Markenentwicklung, braucht ein belastbares Leitbild und einen passenden Tone of Voice, und wird über Kampagne, Website und eine durchdachte Recruiting-Strategie wirksam.


Was eine starke Arbeitgebermarke für eure Organisation bewirkt
Am Ende steht ein Arbeitgeberprofil, das arbeitet: Bewerbungen von Menschen, die zu euch passen, und ein Team, das sich mit der eigenen Organisation identifiziert. Die Waldorfschulen-Kampagne erreichte bis zu 6.000 Views pro Reel und weckte spürbares Interesse am Beruf — messbar an Anfragen potenzieller Lehrkräfte und am Wunsch weiterer Schulen, Teil der Kampagne zu werden.
Employer Branding wirkt in zwei Richtungen zugleich: Es schärft das Bild für Bewerbende und stärkt die Identifikation im Team. Genau deshalb denken wir es zusammen mit eurer Organisationsentwicklung und eurem Purpose. Eine Arbeitgebermarke hält nur, wenn sie intern gedeckt ist — durch eine Kultur, die das Versprechen im Alltag einlöst. Sonst übersteht die Marke die erste Bewerbungsrunde nicht.

Warum NORDSONNE IDENTITY für euer Employer Branding
Wir sind eine Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft — ein eingespieltes, interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte, das seit über zwei Jahrzehnten für Hochschulen, Stiftungen und den öffentlichen Sektor arbeitet. Wir kennen die Zielgruppen, um die es beim Employer Branding im Sinn-Sektor geht, und wir kennen die Organisationen, die um sie werben.
Was uns prägt, ist die Verbindung aus Organisationsberatung und Kreation: Wir entwickeln die Arbeitgebermarke von der internen Klärung bis zur fertigen Kampagne. Das ist unser Beitrag für eine konstruktive Gesellschaft — denn Institutionen, die gute Leute finden und halten, können ihren gesellschaftlichen Auftrag erfüllen.
Ihr habt Fragen zu eurer Arbeitgebermarke? Schreibt uns: ni@nordsonne.de
Aktualisiert am 15. Juli 2026