Editorial Design
Die meisten guten Publikationen fallen nicht auf — jedenfalls nicht als Gestaltung. Man liest sie einfach, mühelos, und merkt gar nicht, wie viel Arbeit darin steckt, dass das Auge genau weiß, wohin als Nächstes. Genau das ist Editorial Design: die Kunst, Inhalte so zu ordnen, dass sie sich von selbst erschließen.
Wir gestalten Magazine, Berichte, Broschüren und Publikationen, die gelesen und verstanden werden — klar im Aufbau, lesefreundlich im Detail, konsistent über die ganze Strecke. Für Hochschulen, Forschungsinstitute, Stiftungen und öffentliche Einrichtungen, die anspruchsvolle Inhalte an ihre Zielgruppen bringen wollen.
NORDSONNE IDENTITY ist eine Strategie- und Kreativagentur für Wissenschaft und Gesellschaft, ein interdisziplinäres Team in Berlin-Mitte. Editorial Design ist für uns die Disziplin, die Inhalt und Form zusammenbringt: Wir übersetzen komplexe Texte in ein Layout, das führt, gliedert und Lust aufs Lesen macht.


Was Editorial Design ausmacht
Editorial Design beginnt beim Gestaltungsraster — dem unsichtbaren Gerüst aus Spalten, Zeilen und Abständen, an dem sich alles ausrichtet. Man sieht es nicht, aber es sorgt dafür, dass eine Publikation über hunderte Seiten hinweg zusammenhält und trotzdem flexibel bleibt. Auf diesem Fundament steht die Typografie, die in zwei Schichten arbeitet: die Makrotypografie ordnet Satzspiegel, Spalten und Hierarchie, die Mikrotypografie kümmert sich um Laufweite, Trennung und die Feinheiten in der Zeile.
Dazu kommen visuelle Hierarchie, Bildsprache und Weißraum. Eine fette Überschrift, ein Zitat, ein Bild an der richtigen Stelle: Sie geben dem Auge Halt und führen durch den Text. Weißraum ist dabei kein verschenkter Platz, er lässt die Seite atmen. All das dient einem Ziel — dass der Inhalt mühelos ankommt. Gute Typografie will nicht bewundert werden; sie dient dem Text.
Warum Editorial Design mehr ist als schöne Seiten
Ein durchdachtes Editorial Design wirkt doppelt. Für die Lesenden macht es den Unterschied zwischen einer Publikation, die man weglegt, und einer, die man liest: Studien zeigen, dass gut lesbare, klar geführte Texte länger wahrgenommen werden, während unstrukturierte Bleiwüsten schnell frustrieren. Für die Organisation ist die Publikation ein Aushängeschild — ein sorgfältig gestalteter Bericht signalisiert Kompetenz, noch bevor ein Wort gelesen ist.
Editorial Design denkt dabei in Serien statt in Einzelstücken. Ein Forschungsmagazin, das viermal im Jahr erscheint, braucht ein System, das jede Ausgabe wiedererkennbar macht und trotzdem Raum für Neues lässt. Genau dieses Denken in Regeln und Systemen unterscheidet Editorial Design vom einmaligen Entwurf. Dasselbe Systemdenken bringen wir in digitale Publikationen — vom E-Magazine bis zum interaktiven Report.

Wie wir Editorial Design entwickeln — Prozess und Methoden
Am Anfang steht das Verstehen des Inhalts: Worum geht es, wer liest das, wie viel Text, wie viele Bilder. Daraus entwickeln wir das Gestaltungsraster und ein typografisches System — Schriften, Größen, Hierarchie, Farbwelt. Dann folgt der Satz: Wir setzen die Inhalte, bauen die Bild-Text-Dramaturgie und feilen an den Details, bis die Strecke stimmt. Für wiederkehrende Publikationen entsteht ein Stilbuch, mit dem sich künftige Ausgaben konsistent umsetzen lassen.
Für die Leopoldina haben wir für einen Monitoring-Bericht wissenschaftliche Inhalte editorial gestaltet; nachzulesen im Case zur Leopoldina. Für die Universität Tübingen gestalten wir das Forschungsmagazin attempto! mit einem klaren, lesefreundlichen Layout — siehe Case zu attempto!. Und für die Friedrich-Ebert-Stiftung haben wir den Jahresbericht editorial umgesetzt, nachzulesen im Case zum FES-Jahresbericht.
Was gutes Editorial Design für eure Organisation bewirkt
Der unmittelbare Effekt: Eure Publikationen werden tatsächlich gelesen statt weggelegt. Inhalte, in die viel Arbeit geflossen ist, bekommen die Form, die sie verdienen — und erreichen die Menschen, für die sie gedacht sind. Und weil jede Publikation eure Marke transportiert, wirkt ihr nach außen so sorgfältig, wie ihr inhaltlich arbeitet.
Das Besondere: Ihr bekommt Publikationen mit System — ein Editorial Design, das für künftige Ausgaben als Bauplan weiterlebt. Nach der ersten Ausgabe habt ihr ein Regelwerk, an dem ihr euch orientieren könnt. Editorial Design baut dabei auf einer durchdachten Typografie auf und wird konkret in Formaten wie Wissenschaftspublikationen und Forschungsberichten.
Warum NORDSONNE IDENTITY für euer Editorial Design
Wir gestalten Publikationen für die Wissenschaft, seit über zwei Jahrzehnten — Forschungsmagazine, Berichte, Studien, Bücher. Das heißt: Wir sind es gewohnt, mit viel Text und komplexen Inhalten umzugehen und sie so zu ordnen, dass sie lesbar werden. Wir lesen, was wir gestalten — nur so entsteht ein Layout, das dem Inhalt wirklich dient.
Was uns unterscheidet: Wir gestalten vom Inhalt her, nicht von der Dekoration. Ein Layout muss bei uns die Lektüre erleichtern und tritt hinter den Text zurück. Ihr habt Fragen zu eurer Publikation? Schreibt uns: ni@nordsonne.de
Aktualisiert am 22. Juli 2026