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E-Health in Berlin: App statt Arzt?

Ist die App der bessere Arzt? — Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung.

Die Digitalisierung findet in allen Lebensbereichen statt. Auch in der gesundheitlichen Vorsorge und Patientenversorgung erfahren telemedizinische Leistungen und die digitale Vernetzung seit einigen Jahren schnelles Wachstum. E-Health-Innovationen, die via Internet, Smartphones und Smartwatches direkt zum Endverbraucher vordringen, erfahren mit digitalen Gesundheitsangeboten darüber hinaus einen weiteren, neuen Boom. Der Patient wird mündiger, ist besser informiert als früher und kann entscheiden, wie die zur Verfügung stehenden Datenweiterverarbeitet werden sollen.

Die Digitalisierung birgt viele Chancen für die Kommunikation zwischen Patient, Arzt sowie Träger der gesetzlichen und privaten Krankenversicherer. Gleichzeitig steigen die Herausforderungen des deutschen Gesundheitsystems aufgrund des demografischen Wandels, einem Mangel an Fachkräften und dem Anspruch einer gleichwertigen Versorgung in Stadt und Land. Mit E-Health-Lösungen soll diesen Herausforderungen begegnet werden und Antworten gefunden werden.

  • E-Health: Veranstaltung im Auditorium Friedrichstrasse
    E-Health: Veranstaltung im Auditorium Friedrichstrasse
  • E-Health in Berlin: App statt Arzt?
    E-Health in Berlin: App statt Arzt?

Wir besuchen die Veranstaltung »Erst App dann Arzt«, die von der Arbeitsgemeinschaft »Gesundheitspolitik« des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung initiiert wird. Die politiknahe Stiftung beraten wir in verschiedenen Bereichen der Öffentlichkeitsarbeit und entwickeln Editorial-Projekte wie den Jahresbericht und das Magazin FES info. Die Veranstaltung geht den Fragen nach, welche Auswirkungen E-Health auf die Gesundheitsversorgung und das Verhältnis zwischen Arzt und Patient hat: Wie wird und wie sollte damit umgegangen werden? Was ist mit der Qualität der angebotenen Informationen? Sind unsere persönlichen Gesundheitsdaten sicher? Welche Rolle nehmen Anbieter, Versicherer und Patienten in diesen Zusammenhängen ein?

  • Impulsvortrag von Pascal Nohl-Deryk
    Impulsvortrag von Pascal Nohl-Deryk
  • Gudrun Schaich-Walch eröffnet die Veranstaltung
    Gudrun Schaich-Walch eröffnet die Veranstaltung

Die Veranstaltung zum Themenkomplex »Digital Healthcare« wird von Gudrun Schaich-Walch, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. und Sprecherin der AG Gesundheitspolitik des Managerkreises eröffnet. Anschließend hält Pascal Nohl-Deryk, Medizinstudent, einen Impulsvortrag zu dem Thema »Der Blick einer neuen Medizinergeneration auf Telemedizin und das Arztsein im Internetzeitalter«.

Nohl-Deryk stellt drei Thesen auf, warum die Digitalisierung die Medizin verändert

  • 1. Das Internet ist besser zu erreichen als Ärzte — denn der Informationsbedarf ist weiterhin groß, der Weg ins Internet kürzer als der zum Arzt. Zudem werden Themen dort in der Regel besser und verständlicher formuliert als beim Arzt mit seinem Fachvokabular. Nohl-Deryk plädiert dafür einer wissensbasierten zu einer kommunikationsbasierten Medizin.
  • 2. Telemedizin schafft Unabhängigkeit —denn durch räumliche und zeitliche Flexibilität können Patienten direkter ärztliche Informationen erhalten.
  • 3. Digitalisierung ermöglicht mehr Eigenverantwortung — denn die diagnostischen Daten, eigene Werte und Informationen liegen dem Patienten selbst vor und er ist in der Lage, sie an die entscheidenden Stellen weiterzuleiten.

  • App oder Arzt | Digitale Gesundheitsversorgung
    App oder Arzt | Digitale Gesundheitsversorgung

Diskussion im Podium

  • Oliver Bruzek, Vice President Political & Public Affairs, CompuGroup Medical AG
  • Jürgen Heese, Leiter der Stabsstelle Unternehmenspolitik der AOK Nordost
  • Dr. Thomas Spies, MdL, Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen und designierter Oberbürgermeister von Marburg
  • Kai Vogel, Leitung Team Gesundheit und Pflege, Verbraucherzentrale Bundesverband
  • Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes

Unser Fazit: Bitte keine Panik!
Die App ist nicht der bessere Arzt, sie kann ihn gar nicht ersetzen. Und Ärzte sollten davor keine Sorge haben oder deshalb gar um technische Innovationen einen großen Bogen machen. Denn digitale Innovationen und E-Health-Projekte können dafür sorgen, dass Patienten früher informiert werden, Ärzte schneller wesentliche Daten ihrer Patienten erhalten und gesetzliche wie private Krankenkassen durch eine optimale Vernetzung ihre Prozesse und damit ihre Kosten reduzieren können. Und nicht zuletzt entscheidet der Nutzer, welche Anwendung, welches Medium und welche App für ihn geeignet ist. Das Vertrauen in die Nutzer sollte größer sein, als das Podium an diesem Abend eingestehen wollte.

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