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Konferenz »Design trifft Ernährung«

Konferenz: Design trifft Ernährung

Warum Kaffee in schwarzen Bechern stärker schmeckt. Wir besuchen die Konferenz »Design trifft Ernährung«.

Bei Konsumenten wächst seit einigen Jahren die Nachfrage nach nachhaltigen, sozialverträglichen und gesunden Nahrungsmitteln. Erzeugnisse sollen nicht mehr nur gut verträglich sein, sondern in ihrer gesamten Logistik sozial verantwortlich produziert werden. Design spielt hierbei eine zentrale Rolle, denn es ist sowohl strategisches Kommunikationsmittel und Impulsgeber gleichermaßen.

Gleichzeitig wird die Ernährungsbranche für Designer zunehmend zu einem attraktiven Betätigungsfeld: als Gestalter von Produkten, Verpackungen und Kampagnen oder als Entwickler eigener Geschäftsmodelle und Projekte mit Ernährungsbezug. Designer und Gestalter profitieren von der zunehmenden Ästhetisierung und Ethisierung des Essens und sind gleichzeitig selbst Akteure dieser Transformation. Im Rahmen der »Designtage Brandenburg« findet in Potsdam die Innovationskonferenz »Design trifft Ernährung« statt, die Sophie Möbius besucht und von dort berichtet. Die Konferenz beleuchtet die Schnittmenge der beiden Branchen und bietet eine Plattform für die Begegnung mit möglichen Partnern.

  • Konferenz im t-werk in Potsdam
    Konferenz im t-werk in Potsdam
  • Konferenz »Design trifft Ernährung«
    Konferenz »Design trifft Ernährung«

Innovationskonferenz »Design trifft Ernährung«

Ruhe vor dem Sturm. Langsam und schwer öffnen sich die Türen zum T-Werk. Doch dahinter tummeln sich schon die ersten Wissbegierigen der Konferenz »Design trifft Ernährung«. Ganz gelassen und locker wird das Thema angegangen, welches jedoch im Laufe des Tages immer kritischer beäugt und vielschichtig »durchgekaut« wird.

Neben erheiternden Fallbeispielen aus der uns allumgebenden (manipulierenden) Markenkommunikation und Wortspielen aus dem takete-maluba-Prinzip, wird schnell klar, dass Designer mehr als nur Schönmacher sind. Wir werden angehalten, künftig im Bereich der Ernährungswissenschaften eine Übersetzerrolle einzunehmen, Aufklärung zu leisten und als Problemlöser in Aktion zu treten. Dabei wird an diesem Tag auch in allen Vorträgen klar, dass hier eine engere Zusammenarbeit mit Hersteller/Produzenten und dem Kunden gefragt sind. Transparenz und Nähe spielen in der Ernährungsbranche eine besonders große Rolle!

  • Im Rahmen der Designtage Brandenburg
    Im Rahmen der Designtage Brandenburg
  • Konferenz im T-Werk in Potsdam
    Konferenz im T-Werk in Potsdam
  • Konferenz »Design trifft Ernährung«
    Konferenz »Design trifft Ernährung«
Panel I: Designmanagement

  • Neupositionierung der „Rheinsberger PreussenQuelle“ in einem völlig besetzten Markt — Frank Stieldorf | Geschäftsführer der Rheinsberger Preussenquelle GmbH
  • Mehr Identität wagen — Prof. Matthias Beyrow | Fachhochschule Potsdam | Fachbereich Design
  • Laden mit Geschmack? — Moritz Bor | Stellvertretender Geschäftsführer bei Blaue Bohnen Kaffeerösterei

Deutschland beschäftigt sich aber bislang lieber damit, komplizierte Herstellungsverfahren für transparente Kunststoffe und UV-undurchlässige Folienstoffe zu verbessern, anstatt den Vorreitern aus Frankreich oder Niederlanden zu folgen, die überwiegend opake Verpackungsstoffe verwenden.

Die symphatische Moderatorin Esther Schäfer führt allen schnell vor Augen, dass Design und Ernährungswirtschaft bereits frühzeitig eine Rolle in unserem Leben spielt. Denn jeder hat im Kindesalter die Nuckelflasche benutzt … Nachhaltigkeit und Entwicklungsarbeit treten beim Verpackungsdesign zunehmend in den Fokus. Deutschland beschäftigt sich aber bislang lieber damit, komplizierte Herstellungsverfahren für transparente Kunststoffe und UV-undurchlässige Folienstoffe zu verbessern, anstatt den Vorreitern aus Frankreich oder Niederlanden zu folgen, die überwiegend opake Verpackungsstoffen verwenden. Dass eine Tüte aber auch im Bio-Laden manchmal nachhaltiger sein kann, wenn im Gegenzug das Twist-off-Glas nicht wiederverwendet wird, sind Fakten, über die man vorher vielleicht weniger nachgedacht hat.

  • Das Ambiente ist ein Frame
    Das Ambiente ist ein Frame
  • Was haben wir über Milch gelernt?
    Was haben wir über Milch gelernt?
Panel II: Verpackung neu gedacht

  • Mehr als nur eine Hülle – Packaging Design der Zukunft — Ralf Jung | Geschäftsführer von GIZEH Verpackungen Werk Elsterwerda GmbH
  • Welche Verpackung passt zu mir? Das optimale nachhaltige Verpackungskonzept für Marke und Produkt — Carolina E. Schweig | Geschäftsführerin von C. E. Schweig Verpackung Material Engineering
  • Unverpackt Einkaufen – Zurück in die Zukunft — Milena Glimbovski | Mitgründerin und Geschäftsführerin original unverpackt GmbH

70 Prozent unserer Kaufentscheidungen werden im Geschäft getroffen. Der Markenpsychologe Dr. Björn Held zeigt auf, dass Neuro-Logik bei unseren Kaufentscheidungen eine große Rolle spielen. Kaffe schmeckt aus einer schwarzen Tasse deutlich kräftiger als aus einer weißen. Wie auch das Schmerzempfinden einer Verbrennung, welches gleichermaßen ausgelöst wird, wenn wir einen Fehlkauf tätigen oder uns in unerwartete Unkosten stürzen. Um dieses Empfinden beim kaufmotierten Kunden zu mindern, sollte das Produkt einen Mehrwert erhalten oder Preis gesenkt werden.

  • Food-Printing
    Food-Printing
  • The Good Food
    The Good Food
Panel III: Digitale Transformation

  • Wie aus einem Walnussbaum die Onlineplattform obergudt.com entstand — Thomas Petrach, Robert Schultz, Arvid Kahl | Gründer von obergudt UG
  • Warum in den Müll? Das schmeckt doch noch! — Nicole Klaski | Gründerin von THE GOOD FOOD
  • Marktgenuss Brandenburg – E-Commerce Plattform vom Land für die Stadt — Toralf Schneider | Gründer von net4x
  • Food Printing: Essen im 3D-Druckverfahren — Bram de Vries | Mitgründer von Laydrop

Nicole Klaski bringt auf den Punkt, dass Lebensmittelverschwendung keine Niesche ist, die nur Hippies oder Ökos tangiert, sondern jeden Einzelnen von uns. Gegessen wird immer. Um diese Verschwendung zu minimieren werden hier verschiedene Online-Plattformkonzepte von u.a. obergudt.com, net4x und The Good Food vorgestellt. Regionale Transparenz und die enge Zusammenarbeit mit den Herstellern und Konsumenten stehen hier im Fokus. Persönliche Nähe wird also immer mehr gewünscht, denn online Einkaufen ist noch nicht sonderlich beliebt. In der Welt des Foodprintings öffnen sich vor allem für Kau- und Schluckbeeinträchtigte Menschen Perspektiven, da diese sich vielleicht künftig über eine 3D-gedruckte Möhre aus Möhrenpürree sehr freuen werden. Wenn sie für das gedruckte Menü dann nicht die ganze Nacht warten müssen, dürfen sie sich über neue Geschmackserfahrungen freuen. Das kann allerdings noch ein wenig dauern.

  • Design und Ernährung | Das Auge isst mit
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