NORDSONNE IDENTITY & Evangelische Kirche in Deutschland EKD
Mehrere Umfragen hatten es bestätigt: Die übergroße Mehrheit der Deutschen freute sich über die Liberalisierung der Öffnungszeiten am Sonntag. Nur die Kirchen wollten ein Zeichen setzen: Für Sonntagsruhe.
Die Kampagne gegen die Sonntagsöffnung von Geschäften der Evangelischen Kirche in Deutschland sollte vor allem ein Image nicht transportieren: Das des Spielverderbers. Immerhin freute sich die Mehrheit der Deutschen auf die Liberalisierung des Ladenschluss-Gesetzes. Daraus entstand die Idee zu einer Positivkampagne, die mit ironischem Blick die quasi die Marktführerschaft auf den Sonntag thematisiert.
Die Kampagne wurde in regionalen und überregionalen Medien äußerst positiv aufgenommen. So fand beispielsweise Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), die Kampagne gelungen: »Am besten hat mir ein Plakat Ihrer Kirche gefallen: 'Wir haben schon immer Sonntags geöffnet.' So muss es sein. Klar, deutlich, unverwechselbar. Wenn Sie so handeln, ist mir um Ihre Zukunft nicht bange. Schließlich sind Sie (Matthäus 5, 14) die Stadt auf dem Berge. Weithin sichtbar. Mit Strahlkraft. Und keine miese Klitsche im Tal der Tränen. Alsdann: Avanti, protestanti!« (Dagmar Reim: »Von anderen lernen«, Zukunftskongress der Evangelischen Kirche in Deutschland in Wittenberg, 2007)
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